Eine Baustellenkamera kostet Sie entweder ab CHF 99.– im Monat als Mietsystem oder ab CHF 689.– einmalig als eigenes Gerät. Welcher Weg günstiger ist, hängt an einer einzigen Frage: Wie lange läuft Ihr Projekt – und wollen Sie sich um SIM-Karte, Speicher und Auswertung selbst kümmern?
| Ihre Lage | Kauf oder Miete | Unser Vorschlag | Preis |
|---|---|---|---|
| Projekt unter einem Jahr, es soll einfach laufen | Miete | Basic-Paket | CHF 99.–/Mt. |
| Diebstahlschutz mit Alarm aufs Handy | Miete | Pro-Paket | CHF 138.–/Mt. |
| Gesichter verpixeln, Kennzeichen erfassen | Miete | Premium-Paket | CHF 219.–/Mt. |
| Mehrere Baustellen über Jahre, eigene Auswertung | Kauf | PTZ-Kamera mit 36-fach-Zoom | CHF 689.– |
| Kein Strom und kein Netz am Standort | Kauf | Hikvision Solar-4G-Set | CHF 1’999.– |
Mietpreise zzgl. MwSt., Mindestlaufzeit sechs Monate. Kaufpreise inklusive MwSt., Stand der letzten Aktualisierung.
Was die Miete kostet
Unsere Mietpakete kosten Sie im Monat:
- Basic – CHF 99.–: 8K-Livebild, Zeitraffer, Datenspeicher in der Schweiz.
- Pro – CHF 138.– (die meistgewählte Stufe): zusätzlich Bewegungserkennung mit Alarm aufs Handy, Livestream auf YouTube, Vorher-Nachher-Vergleich und Einbindung auf Ihrer Website.
- Premium – CHF 219.–: zusätzlich automatische Gesichtsverpixelung, Kennzeichenerkennung, Sichtschutzmasken und Priority-Support mit zwei Stunden Reaktionszeit.
Alle Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer, die Mindestlaufzeit beträgt sechs Monate. Im Preis enthalten sind die Kamera, der Mast, die 4G-Daten, der Speicher und der Austausch bei einem Defekt. Aufgebaut ist das System in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Die Einzelheiten stehen auf der Seite zur Baustellenkamera-Miete.
Was der Kauf kostet
Kaufen Sie die Kamera, zahlen Sie einmalig – und übernehmen dafür alles, was bei der Miete mitläuft. Diese Geräte führen wir (aktueller Preis und Lagerstand auf der jeweiligen Produktseite):
- PTZ-Baustellenkamera mit Zeitraffer und 36-fach-Zoom – CHF 689.–. Die naheliegende Wahl, wenn Sie eine Kamera über mehrere Projekte hinweg einsetzen.
- Mobiler Überwachungsturm mit 360-Grad-Sicht – CHF 690.–. Steht frei auf dem Platz, kein Mast nötig, lässt sich mit dem Baufortschritt versetzen.
- Hikvision 4K-Solar-4G-Set – CHF 1’999.–. Für Standorte ganz ohne Strom und Netz: Solarpanel, Akku und Mobilfunk in einem.
- Hikvision 25-fach-Zoom Solar-PTZ-Set – CHF 2’609.–. Das grosse Gerät für weitläufige Areale.
Dazu kommen: eine Daten-SIM (rechnen Sie mit CHF 10.– bis 20.– im Monat), ein Ort für die Aufnahmen, die Zeitraffer-Auswertung und die Montage. Alle Geräte finden Sie in der Kategorie Baustellenkamera.
Was jeweils dabei ist
| Was dazugehört | Miete ab CHF 99.–/Mt. | Kauf ab CHF 689.– |
|---|---|---|
| Kamera und Mast | enthalten | Kamera ja, Mast je nach Gerät |
| Mobilfunkdaten | enthalten | eigene SIM, ca. CHF 10–20/Mt. |
| Speicherort der Aufnahmen | in der Schweiz, enthalten | stellen Sie selbst |
| Zeitraffer-Auswertung | enthalten | eigene Software oder Handarbeit |
| Montage | in der Regel innert 24 Stunden | selbst oder gegen Aufpreis |
| Bei einem Defekt | Austausch durch uns | Garantie, Gerät steht still |
| Nach Projektende | Rückgabe, Kosten enden | Gerät gehört Ihnen |
| Bindung | sechs Monate Mindestlaufzeit | keine |
Auf unserer Mietseite steht, dass sich ein Kauf erst bei Projektlaufzeiten von rund vier Jahren rechnet. Das bezieht sich auf das vollständige System samt Software, Speicher und Betreuung. Wenn Sie nur die Kamera brauchen und Daten, Speicher und Auswertung ohnehin selbst stellen – weil Sie zum Beispiel bereits eine IT-Abteilung haben –, kippt die Rechnung deutlich früher. Rechnen Sie ehrlich mit, was Ihre eigene Arbeitszeit kostet.
Zeitraffer: worauf es ankommt
Ein Zeitraffervideo entsteht, indem die Kamera in festen Abständen ein Bild aufnimmt – meist alle 10 bis 15 Minuten während der Arbeitszeit – und diese Bilder am Ende zu einem Film zusammengesetzt werden. Aus acht Monaten Bauzeit werden so zwei Minuten.
Wofür Sie den Zeitraffer eigentlich brauchen – es gibt zwei Antworten. Die eine ist die bekannte: das fertige Video für den Bauherrn, für die Website, für die Einweihungsfeier. Die andere wird oft übersehen und ist im Streitfall mehr wert: Sie haben nebenbei ein lückenloses Bildarchiv mit Datum und Uhrzeit.
Wenn später diskutiert wird, wann eine Wand stand, ob eine Lieferung am angegebenen Tag eintraf oder wie lange eine Baugrube offen lag, beantwortet das Archiv die Frage in Minuten. Bei Nachträgen und Terminstreitigkeiten ist das ein handfestes Argument – und der Grund, warum manche Bauleiter die Bilder aufbewahren, ohne je einen Film daraus zu machen.
Drei Dinge entscheiden über das Ergebnis:
- Der Standort darf sich nicht bewegen. Jede Verschiebung des Masts erzeugt im fertigen Video einen Sprung. Wählen Sie eine Position, die vom ersten Aushub bis zur Fassade freie Sicht behält – das ist schwerer, als es klingt.
- Gleiche Belichtung. Kameras, die automatisch nachregeln, lassen das Video flackern. Gute Zeitraffergeräte halten die Belichtung fest.
- Genug Auflösung für den Ausschnitt. Wer später auf einen Gebäudeteil zoomen will, braucht mehr Pixel, als das fertige Video hat.
Bei den Mietpaketen ist der Zeitraffer ab der Basic-Stufe dabei.
Was rechtlich gilt
Auf einer Baustelle filmen Sie fast immer auch Menschen – eigene Leute, Handwerker anderer Firmen, Passanten am Bauzaun. Das ist zulässig, aber an Bedingungen geknüpft:
- Ein Hinweisschild am Zugang, gut sichtbar, bevor jemand ins Bild gerät.
- Die Kamera richtet sich auf Ihr Baufeld, nicht auf Gehweg, Strasse oder Nachbargrundstück. Wo sich das nicht vermeiden lässt, hilft eine Sichtschutzmaske.
- Keine Verhaltenskontrolle der Mitarbeitenden. Artikel 26 der Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz verbietet Überwachungssysteme, die das Verhalten am Arbeitsplatz überwachen. Diebstahlschutz ist erlaubt, Leistungskontrolle nicht.
- Die Aufnahmen werden nur so lange aufbewahrt, wie nötig, und danach gelöscht.
Erkennt die Kamera, ob jemand den Helm nicht trägt?
Die Frage kommt regelmässig, und die ehrliche Antwort hat zwei Teile.
Technisch gibt es das. Es existieren Kameras, die in einem Durchgang Schutzhelm, Helmfarbe und Warnweste erkennen. Sie stecken allerdings in einer Geräteklasse, die wir nicht führen – unsere Kameras unterscheiden Person und Fahrzeug, und dabei bleibt es. Wer eine solche Anlage plant, braucht ein Projektgeschäft mit eigener Auswerteeinheit, nicht eine Baustellenkamera von der Stange.
Rechtlich ist es heikler, als es klingt. Eine Kamera, die automatisch meldet, dass eine bestimmte Person gegen eine Regel verstossen hat, überwacht das Verhalten von Mitarbeitenden. Genau das untersagt Artikel 26 der Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz. Zulässig bleibt die Kamera zum Schutz vor Diebstahl und zur Dokumentation des Baufortschritts – nicht zur Leistungs- oder Verhaltenskontrolle.
Ein Hinweis noch zu den Helmfarben: Die verbreitete Zuordnung – weiss für die Bauleitung, gelb für die Arbeiter – stammt aus dem angelsächsischen Raum. In der Schweiz ist sie nirgends vorgeschrieben und von Firma zu Firma verschieden. Eine Auswertung, die darauf aufbaut, geht auf einer Schweizer Baustelle schnell daneben.
Ausführlich steht das im Beitrag Videoüberwachung auf der Baustelle – Rechtslage.
Drei Punkte, die am Ende über Ärger oder Zufriedenheit entscheiden:
- Der Standort wird zu früh festgelegt. Was im Aushub freie Sicht hat, steht nach dem Rohbau hinter einer Wand. Gehen Sie den Bauablauf im Kopf durch, bevor der Mast steht – oder nehmen Sie ein Gerät, das sich versetzen lässt.
- Der Strom wird unterschätzt. Auf vielen Plätzen gibt es in den ersten Wochen keine Steckdose. Entweder ein Solar-Set von Anfang an, oder das Bild fehlt genau in der Phase, die man später am liebsten sehen möchte.
- Das Hinweisschild fehlt. Kostet ein paar Franken, und ohne es sind die Aufnahmen im Streitfall wertlos – genau dann, wenn man sie braucht.
Wenn Sie unsicher sind, ob Kauf oder Miete zu Ihrem Projekt passt: Rufen Sie an, 052 525 89 88. Nennen Sie uns die Bauzeit und ob Strom vorhanden ist – danach ist die Frage meist in fünf Minuten entschieden.
Häufige Fragen
Was kostet eine Baustellenkamera im Monat?
Als Mietsystem ab CHF 99.– im Monat zuzüglich MwSt., inklusive Kamera, Mast, 4G-Daten, Speicher in der Schweiz und Austausch bei Defekt. Die Mindestlaufzeit beträgt sechs Monate.
Was kostet der Kauf?
Eine PTZ-Baustellenkamera mit Zeitraffer und 36-fach-Zoom kostet CHF 689.–. Autarke Solar-4G-Sets für Standorte ohne Strom liegen bei CHF 1’999.–. Dazu kommen SIM-Karte, Speicher und Montage.
Ab wann lohnt sich der Kauf gegenüber der Miete?
Das hängt daran, wie viel Sie selbst übernehmen. Wer Daten, Speicher und Auswertung ohnehin im Haus hat, ist bei Projekten über einem Jahr mit dem Kauf meist besser bedient. Wer will, dass alles läuft, ohne sich zu kümmern, fährt mit der Miete auch über Jahre gut.
Braucht die Kamera Strom und Internet vor Ort?
Nein. Solar-4G-Geräte versorgen sich über ein Panel und senden über das Mobilfunknetz. Wichtig ist nur der Mobilfunkempfang am Standort – den prüfen Sie vorab mit dem Handy.
Darf ich auf der Baustelle filmen?
Ja, mit Hinweisschild am Zugang und ausgerichtet auf das eigene Baufeld. Nicht erlaubt ist die Überwachung des Verhaltens von Mitarbeitenden (Art. 26 ArGV 3).
Wie lange dauert die Installation?
Beim Mietsystem in der Regel 24 Stunden ab Zusage. Beim Kauf hängt es davon ab, wer montiert.
Geräte zum Kauf
Den aktuellen Preis und Lagerstand sehen Sie auf der jeweiligen Produktseite.
Lieber mieten? Die Pakete und das Anfrageformular finden Sie auf der Seite zur Baustellenkamera-Miete. Oder rufen Sie an: 052 525 89 88 (Mo–Fr 09–18 Uhr).
Weiterlesen: Die beste Baustellenwebcam