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Kupferdiebstahl auf Baustellen: Warum Kabel verschwinden und was dagegen hilft

Sicherheitskamera auf einem Baustellenmast, im Vordergrund Kabeltrommeln

Kupfer ist so teuer wie selten zuvor, und das spürt man auf Schweizer Baustellen direkt: Wo früher ein loses Kabelbündel liegen blieb, ist es heute über Nacht weg. Für Bauleitung und Elektroplaner ist das kein Randthema mehr, sondern ein wiederkehrender Posten in der Bauabrechnung.

Warum gerade jetzt so viel Kabel verschwindet

Der Kupferpreis liegt aktuell im Bereich von 10 bis 11 Euro pro Kilogramm, und das macht ein einziges Kabelbündel auf einer Baustelle zu einer lohnenden Beute. Im Hardwald bei Bülach ZH verschwanden auf derselben Baustelle innert weniger Wochen zweimal je rund 400 Meter Kupferkabel, zusammen 3,6 Tonnen. In der Nordwestschweiz wurden zwei Männer wegen gewerbsmässigen, organisierten Kupferdiebstahls verurteilt: fast ein Jahr lang waren sie auf Baustellen unterwegs, der Schaden lag bei über CHF 100’000, und mehrere Baustellen mussten deswegen zeitweise stillgelegt werden.

Das Muster dahinter ist fast immer dasselbe: Die Täter kennen den Bauablauf, wissen, wann Kabel bereits verlegt, aber noch nicht angeschlossen sind, und handeln gezielt in den Stunden ohne Personal auf dem Platz.

Was auf der eigenen Baustelle rechtlich gilt

Eine Kamera zum Schutz des eigenen Baustellenmaterials ist in der Schweiz grundsätzlich unproblematisch, solange sie sich auf das eigene Baustellenareal beschränkt und ein Hinweisschild gut sichtbar angebracht ist. Die ausführliche Rechtslage inklusive Speicherdauer und Zuständigkeiten haben wir bereits in zwei eigenen Beiträgen aufgearbeitet: Videoüberwachung auf der Baustelle: Rechtslage, Technik, Tipps und Speicherdauer und rechtliche Anforderungen. Was auf das richtige Hinweisschild gehört, steht separat unter Überwachungskamera-Hinweisschild Schweiz.

Für den Kabeldiebstahl im Speziellen zählt vor allem ein Punkt: Die Aufnahme muss im Ereignisfall auch dann noch vorhanden sein, wenn ein Kabel gestohlen wurde, das gleichzeitig die Datenübertragung sicherstellen sollte. Deshalb ist eine lokale Ereignisspeicherung, die einen Ausfall des Mobilfunks oder der eigenen Stromversorgung übersteht, hier wichtiger als bei einer reinen Zeitrafferdokumentation.

Was wir dafür anbieten

Für die Baustellenüberwachung mit dem Zweck Diebstahlschutz weichen wir bewusst vom Standardpaket für Zeitraffer und Bautagebuch ab. Statt der Zeitrafferfunktion ist eine lokale Ereignisspeicherung enthalten, die eine Bewegung auch dann noch aufzeichnet, wenn die Datenverbindung gerade ausfällt. Das Gerüst dafür beginnt bei ab CHF 96.– im Monat, inklusive Installation, Live-Ansicht und Wartung. Wer die Anlage kaufen statt mieten möchte, kann ebenso auf ein 4G-Kamerasystem mit SIM-Karte oder ein kabelgebundenes System zurückgreifen, je nachdem, ob am Standort schon Strom vorhanden ist. Details zur Mietlösung finden Sie auf unserer Baustellenkamera-Seite.

Wo die Kamera stehen sollte, und wo nicht

Eine Kamera ist keine Alarmanlage, die jemanden herbeiruft, aber sie ist der Grund, warum überhaupt jemand belangt werden kann. Am meisten bringt eine sichtbar montierte Kamera an genau den Stellen, an denen Kabel schon verlegt, aber noch nicht fest verbaut sind, kombiniert mit einem Hinweisschild an jedem Zugang zur Baustelle. Bei mehreren Bauabschnitten lohnt es sich, die Kamera mit dem Baufortschritt mitzuziehen statt sie den ganzen Bau über am selben Fleck stehen zu lassen, denn der Diebstahl folgt dort, wo gerade Material liegt, nicht dort, wo der Bauzaun steht.

Unsere Techniker installieren Baustellenkameras seit 18 Jahren und wissen aus eigener Erfahrung, an welchen Stellen einer Baustelle Material am ehesten verschwindet. Wenn Sie eine Baustelle in der Schweiz absichern wollen: 052 525 89 88 oder [email protected], wir sind ein Fachgeschäft in Winterthur mit eigenem Montageteam.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist eine Kamera auf der eigenen Baustelle gegen Kabeldiebstahl erlaubt?
Ja, solange sie nur das eigene Baustellenareal erfasst und mit einem Hinweisschild gekennzeichnet ist. Details zur allgemeinen Rechtslage auf Baustellen finden Sie in unseren separaten Beiträgen dazu.

Warum reicht eine normale Zeitraffer-Kamera hier nicht?
Zeitraffer-Aufnahmen entstehen oft nur in grossen Zeitabständen. Für die Beweissicherung bei einem Diebstahl braucht es eine Ereignisspeicherung, die bei Bewegung sofort und lokal aufzeichnet, auch wenn die Datenverbindung ausfällt.

Was kostet die Diebstahlschutz-Variante der Baustellenkamera?
Ab CHF 96.– im Monat, inklusive Installation, Live-Ansicht und Wartung. Der genaue Preis hängt vom Standort und der Anzahl Standorte ab.